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Aktuelles

Die Traubenlese ist beendet

Die längste Ernte aller Zeiten ist beendet. Vom 28. August bis zum 18. Oktober haben wir an 35 Lesetagen unsere Trauben heim in den Keller geholt. Jetzt geht es unter der Erde weiter. Alle Tanks und Fässer sind fleissig am gären und wir probieren mit großer Freude was da im Keller heranwächst. 

18. Oktober 2018

Sogar eine Auslese!

Es ist unglaublich, aber das perfekte Wetter hält an. Wir beginnen nun die 7. Woche unserer Lese und können uns nur freuen über perfekten Sonnenschein, keinerlei Regen und ideale Trauben. Mittlerweile fangen einzelne Beeren an einzutrocknen. Diese Rosinen werden aufwendig selektioniert und vergären bald im Keller zu einer wunderbaren Auslese. Der Jahrgang bietet uns wirklich die besten Möglichkeiten. 

8. Oktober 2018

Die frühste Ernte aller Zeiten

Meine Oma hat immer gesagt: Der Riesling wird im Oktober reif. Seit ich vor 14 Jahren im Weingut eingestiegen bin sind wir in (fast) jedem Jahr schon im September am ernten gewesen.

Dieses Jahr ist alles anders: Erstmalig holen wir im August (!!!) schon unsere ersten Trauben. Glücklicherweise ist es nur eine Spätburgunder-Parzelle die schon jetzt daran glauben muss. Aber für den Riesling haben wir die schattigen Räume im Keller schon ab Mitte September bezugsfertig. 

28. August 2018

 

Die Reben brauchen Wasser!

Anfang Juni sah die Welt noch in Ordnung aus: Perfektes, sonniges Wetter, kein Unwetter mit Hagel und Sturm. Bis jetzt hat sich das sonnige Wetter ohne Regen gehalten, sodass langsam die Reben an ihre Grenzen kommen. Besonders die jungen Reben, die noch keine tiefen und langen Wurzeln haben leiden in diesen Tagen besonders.

Darum legen wir in jede Reihe des neuen Weinberges eine Wasserleitung mit eingebauten Tropfern. Jetzt muss nur noch der Wassertrank angeschlossen werden und alle 50 cm tropfen 2 l Wasser pro Stunde aus der Leitung. Die Reben danken es uns mit tollen Wachstum und wir freuen uns schon auf den Jahrgang 2021, wenn wir zum ersten Mal einen Ertrag aus dem Weinberg bekommen. 

27. Juli 2018

Der Spätburgunder verfärbt sich

Uns war klar, dass der Jahrgang 2018 ein recht früher Jahrgang sein wird. Kein Frost im Frühjahr, optimale Wasserversorgung im Mai und perfektes Wetter. Aber das jetzt, Ende Juli, der Spätburgunder sich schon verfärbt ist mehr als früh. Zum Vergleich: im ausgesprochen guten Jahrgang 2017 haben wir erst drei Wochen später, Mitte August, eine solche Verfärbung gehabt. Es bleibt also spannend im Weinberg und die Lese wird sich voraussichtlich nicht bis in den November ziehen.

22. Juli 2018 

Die ersten Reben und die letzten Weine:

Wie es sich für das Frühjahr gehört überschlagen sich die Ereignisse im Weinberg. Nachdem wir vor nur einem Monat die Reben gepflant haben sind sie jetzt schon aus den Tüten gewachsen. Jetzt heißt es für uns runter bücken und vorsichtig die kleinen Triebe anbinden damit wir in drei Jahren den ersten Ertrag bekommen können. 

Wärend die Vegetation im Weinberg explodiert leert sich langsam der Keller. Die letzten Weine des Jahrgangs 2017 werden gefüllt, genau so wie die VDP.GROSSEN GEWÄCHSE Spätburgunder aus dem Jahrgang 2016. Für unseren Riesling gab es schon seit 5 Jahren die Flasche mit Schraubverschluss und gem GG-Logo, jetzt endlich auch für unsere besten Spätburgunder.

Anfang Juni 2018

Der Storch bringt die Reben

Einen ungewöhnlichen Besucher hatten wir im Martinsthaler Rödchen, der uns beim Rebpflanzen zugeschaut hat. Wärend wir unseren neuen Riesling-Weinberg gepflanzt haben, kam uns ein Weißstorch besuchen. Mit Fröschen und Würmern können wir in unserem Boden momentan nicht dienen, aber in spätestens 3 Jahren kann er sich mit unseren Trauben stärken. 

23. April 2018

Verwirren mit RAK 

Wie in jedem Jahr hängen wir RAK-Ampullen in unseren Weinbergen aus. In den unscheinbaren, braunen Plastikampullen befinden sich die Pheromone des einbindigen und bekreuzten Traubenwicklers. Durch ein langsames "Ausdunsten" der Pheromone durchzieht eine (für den Menschen nicht wahrnehmbare) Dunstwolke den Weinberg. Da nun der ganze Weinberg nach Weibchen riecht, werden die männlichen Motten verwirrt und Männchen und Weibchen finden sich nicht mehr zur Begattung. So gibt es keine folgende Generation, die uns als sogenannter Heuwurm die Trauben verspinnt und schädigt. Seit mehr als 25 Jahren setzten alle Winzer in Bacharach gemeinsam auf diese ökologische Art der Schädlingsbekämpfung; diese hat keinerlei negative Auswirkung auf andere Tiere oder Pflanzen. 

21. April 2018

Der neue Jahrgang wird abgefüllt

Jedes Frühjahr aufs Neue wird der Wein abgefüllt. Fast alle Weine sind nun auf Flaschen gezogen. Nur die VDP.GROSSEN GEWÄCHSE, unsere besten Spät- und Weißburgunder warten noch bis Anfang September im Fass auf ihren Einsatz. In den kommenden Tagen werden wir noch die Flaschen mit Etiketten versehen. Ab dem 1. Mai ist der neue Jahrgang dann bei uns im Weingut zu erhalten. 

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Per Mail schicken wir Ihnen gerne unser neues Weinangebot. 

27. März 2018

 

Der Rebschnitt

Augenscheinlich tut sich nicht viel im Winter; die Vegetationsruhe ist eingekehrt, Kälte lässt das Treiben in der Natur fast erstrarren und auch im Weinberg geht nichs voran. Doch hier lohnt es sich genauer hinzuschauen. Jetzt im Winter legen wir mit dem Rebschnitt die Qualitätsweichen für das kommende Jahr. Von weitem nicht erkennbar schneiden wir im Weinberg alle Triebe der Rebe bis auf einen ab. Aus dieser Fruchtrute, einem verholzen Trieb des Vorjahres, werden alle Trauben des Jahrgangs 2018 wachsen. 

11. März 2018

Winterruhe

Zwar gab es einmal mehr keine "Weiße Weihnachten", dafür aber einen weißen Hauch auf den Weinbergen im Februar. 

15. Februar 2018

Hochwasser im Keller

Zur Zeit führen der Rhein und seine Nebenflüsse ausgesprochen viel Wasser. Die Schneeschmelze durch milde Temperaturen und der lange anhaltende Regen der letzten Woche führen dazu, dass die Böden kaum noch Wasser aufnehmen können. So sehr wir uns darüber freuen, dass die Wasserdepots in der Erde aufgefüllt werden und wir somit im April einen guten Start in die Vegetationsperiode bekommen werden, so sehr machen uns die Wassermassen im Keller Sorgen. 

Am Samstag hat das Quietsche-Entchen im Keller keine nassen Füße, aber der Höchststand von um 7 m Kauber Pegel wurde erst in der Nacht zum Sontag, den 7. Januar gemeldet. Am Sonntag morgen konnten dann beide Entchen im Keller Wassertreten. Bei einem Wasserstand von 2 cm im Keller waren die Entchen aber auch das Einzige, was in unserem Keller schwimmen konnte.  

8. Januar 2018

 

Der Jahrgang 2017

Wieder einmal hat uns ein Weinjahr alles abverlangt. Aber jetzt, da alle Trauben im Keller sind und einige Weine sogar schon die Gärung beendet haben können wir Winzer eine erste Bilanz ziehen:

Und so wünschen wir Ihnen ein frohes Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr!

Der Rotwein zieht um

Um besonders viel Farbe und Tannine aus der Beerenhaut zu extrahieren vergären wir unseren Rotwein "auf der Maische", also mit den Schalen und dem Fruchtfleisch. Dazu wird der Tresterkuchen (Schalen, die durch die Gärgase nach oben gedrückt werden) mehrmals am Tag vorsichtig von Hand untergestoßen.

Sobald keine Schalen mehr aufgeschwemmt werden ist die Gärung beendet und der Wein kann abgepresst werden. Jetzt kommt der Jungwein zur Reifung in kleine französische und österreichische Barriquefässer. Je nach Kraft und Volumen des Weines sind die Fässer neu und geben noch viel von ihrem Holzgeschmack ab oder die Fässer sind schon mehrfach benutzt worden und dienen jetzt nur noch zur Reifung ohne eine deutlich Holznote an den Wein abzugeben.

Dezember 2017

Jetzt geht es den Trauben an den Kragen!

Schon in den letzen Wochen haben wir angefangen die ersten Trauben zu ernten. Unser Weißburgunder und die meisten Rotweine sind schon im Keller und blubbern vor sich hin, jetzt endlich sind wir mit der Traubenlese in unserem besten Weinberg, dem Bacharacher HAHN, angekommen. Für die besten Rieslinge hier lassen wir uns besonders viel Zeit und lesen mehrfach in gestaffelten Durchgängen. Zwar scheint dazu nicht immer so perfekt die Sonne wie heute, aber die perfekten goldgelben Trauben entschädigen für manchen bewölkten Himmel. 

Oktober 2017

Die letzten Vorbereitungen vor dem Herbst:

Dank der Sonne und ausreichend Regen haben sich die Reben prächtig entwickelt. Die ersten Trauben fangen an süß zu werden und zum Schutz vor Wildschweinen und Rehen stellen wir schon die ersten Elektrozäune auf. Und nicht nur süß werden die Trauben, mit 81° Oechsle hat der Riesling schon die Qualitätsstufe Kabinett erreicht. Für Anfang September absolut außergewöhnlich! 

Jetzt ist es höchste Zeit auch den Keller für die anstehende Lese vorzubereiten. Für uns bedeutet das Eimer putzen und Scheren ölen. Bald geht es los!

13. September 2017

 

Die Reife startet

Langsam geht der Endspurt der Reife los. Die Beeren an den Reben fangen an transparent und weich zu werden, der rotwein beginnt sich zu verfärben. Besonders eindrucksvoll ist das Schauspiel bei der Rebsorte Spätburgunder. An dieser Traube kann man gut erkennen, dass einzelne Beeren schon sehr weit in der Reife fortgeschritten sind und sich tiefblau verfärben wärend andere Beeren noch grasig-grün und hart sind. Aber diese Unterschiede werden in den nächsten Wochen wieder aufgeholt.

2. August 2017

Trauben halbieren

Unsere Trauben haben sich in den letzten Wochen prächtig entwickelt. Der konstante Sonnenschein, warme Temperaturen und ausreichend Feuchtigkeit im Boden haben die Blätter und Trauben schnell und gut wachsen gelassen. Unsere Aufgabe jetzt ist es zum einen vorsichtig die Blätter auf der Schattenseite der Reben zu entfernen um den Trauben das volle Sonnenlicht zu gönnen. Zum anderen nutzten wir die Zeit und teilen die Trauben in der Mitte durch. So bekommen wir zwar weniger Ertrag, aber die Trauben "streckt" sich und ist durch die offenere Struktur so weniger anfällig für Krankheiten wie Botrytis im Herbst.

Manchmal entdecken wir bei unserer Arbeit auch andere Weinbergsbewohner die es sich in unserer Laubwand gemütlich eingerichtet haben. So bleibt zumindest der eine Stock von allen weiteren Maßnahmen befreit, damit die Kinderstube der Vögel nicht gestört wird.

18. Juni

Es blüht!

Kaum zu glauben aber unsere Reben haben den Frost und den kühen April in einem Rekordtempo vergessen. Durch zwei heftige Regenfälle haben wir genügend Wasser im Boden, damit sich die Reben optimal entwickeln können. Und so konnten wir Ende Mai schon die ersten blühenden Gescheine, also Trauben, im Bacharacher Hahn finden. Damit bewegen wir uns mit der Entwicklung ca. 10 Tage vor dem langjährigen Mittel. Beste Aussichten also für einen sehr guten Jahrgang 2017!

31. Mai

Einmal Spätburgunder bitte!

Jedes Jahr pflanzen wir neue Weinberge, aber nur selten so spekatulär wie heute! In unserer Monopollage IM HAHN, direkt unter dem Schriftzug im untersten Gewann wächst seit diesem Jahr wieder Spätburgunder. 2004 haben wir die Nachbarparzelle (damals auch mit Spätburgunder bepflanzt) gerodet und Riesling gepflanzt, heute kommt in den untersten Riegel wieder die beste Rotweinsorte der Welt.

Mai 2017

Dem Frost einheizen

Einmal mehr haben wir einen sehr warmen Winter und ein ebenso warmes Frühjahr erlebt. Insbesonere der milde März ließ schon sehr früh die Natur ergrünen. Doch je früher der Austrieb der Reben stattfindet, umso mehr sind sie auch durch Spätfröste gefährdet. Wenn in der kritischen Zeit kurz nach dem Austrieb der Reben eine besondere Wetterkostellation besteht (sternenklare Nächte, stabile Hoch- und Tiefdruckgebiete im Norden die kühle Nordluft nach Mitteleuropa lenken und ein Mondwechsel) steigt die Unruhe der Winzer.

 In der Nacht vom 19. auf den 20. April war es so weit: gegen 1h morgens fiel die Temperatur auf unter -1°C bei sternenklarem Himmel und wir mussten uns mit Feuer gegen die Kälte wehren. Schon zuvor hatten wir in den kritischen Weinbergen große Ölkerzen verteilt, die angezündet eine große Hitze entwickeln können. So vorbereitet konnten wir die Temperatur um bis zu 3°C anheben, sodass unsere Reben im großen und ganzen die Kältezeit gut überstanden haben. bis jetzt können wir einen Schaden von ca. 15% ausmachen. Aber das berücksichtigt nur die Triebe, die zum jetztigen Zeitpunkt schon ausgetrieben waren. Neben den Haupttrieben sind noch Beiaugen in dem Holz verborgen, die sich später entwickeln, wenn die Rebe spürt, dass der Haupttrieb nicht mehr weiterwächst. So haben wir noch einmal Glück im Unglück gehabt.

20. April 2017

Frühlingsgrüße aus dem Bacharacher Hahn

Nachdem die ersten Sonnenstrahlen des Frühlings den Weinberg erwärmen und unser Rebschnitt und die Aushebearbeiten langsam zu Ende gehen fängt die Natur an sich zu regen. Und sogar im Bacharacher Hahn zwischen unseren Spätburgunder-Reben wachsen die ersten Narzissen.

30. März 2017

Die ALTEN REBEN beim Riesling Cup

Das Wein- und Genussmagazin DER FEINSCHMECKER ruft jedes Jahr die Winzer auf, ihre besten Riesling in die Verkostung zum Riesling Cup einzusenden. Aus alle Wettbewerben sticht der Riesling Cup hervor. Zum einen, weil sich hier die Winzer kurz nach der Ernte (also in absolut entspannter Atmonsphäre) treffen und es genug Zeit gibt den Jahrgang zu besprechen.  Zum anderen, weil dies der einzige Wettbewerb dieser Größe ist, indem alle Weine blind (das heißt ohne Wissen über das Anbaugebiet, den Winzer oder den Wein) verkostet werden. 

Wir freuen uns sehr über den 12. Platz für unsere ALTEN REBEN 2015! 

November 2016

Hagel im Weinberg

Nicht immer spielt uns die Natur gut in die Karten. Als Winzer sind wir natürlich im besonderen der Natur und ganz speziell den Witterungsverhältnissen ausgesetzt. Nicht genug damit, dass wir in diesem Jahr sehr lange auf den Sommer warten mussten und innerhalb von 4 Wochen so viel Regen bekommen haben, wie sonst in einer ganzen Vegetationsperiode (vom 27. Mai bis zum 30. Juni fielen in Bacharach 250l Niederschlag). Am 24. Juni kam es zu einem kurzen aber heftigen Hagelschlag rund um Bacharach. 

Hagelkörner von der Größe von Golfbällen fielen am Freitag, den 24. Juni kurz vor 13h vom Himmel. Zum Glück muss man sagen, dass die Körner so groß waren. Je kleiner der Hagel ist, umso mehr wird er vom Wind gegen die Laubwand "gepeitscht". Dadurch hat der Hagel einen größere Fläche auf die er auftreten kann und in der er mehr Umheil anrichtet. Je größer und schwerer die Hagelkörner sind, umso "gerader" fallen sie nach unten und schlagen nur vertikal in die Laubwand ein. Nichtsdestotrotz ist auch so genug Schaden entstanden. Die grünen Triebe an denen unsere Trauben und Blätter wachsen sind beschädigt und brechen jetzt beim heften sehr schnell ab. Auch im nächsten Jahr werden wir Schwierigkeiten haben die beschädigten Triebe zu biegen. Aber zum Glück sind keine Trauben oder Blätter beschädigt. So haben wir zwar mehr Arbeit, aber bis jetzt keinen Einbußen in Sachen Qualität erlitten. 

Juli 2016

Alles neu macht der Mai...

In jedem Jahr verjüngen wir unsere Rebfläche. In den letzten zehn Jahren haben wir ausschließlich Weißwein angepflanzt, dieses Jahr setzen wir erstmals wieder eine neue Parzelle Spätburgunder.

Für den neuen Weinberg haben wir uns die Nachbarlage zu unserem Weißburgunder ausgesucht. Hier, ca. 50m oberhalb unseres besten Weinbergs Bacharacher Hahn, haben wir kaum Schiefer im Boden, dafür aber viel Lehm. Das ist auch an der braunen Färbung zu erkennen. 

Nachdem wir mit einer GPS unterstützen Pflanzmaschine die Reben in den Boden gesetzt haben, warten wir jetzt auf etwas Regen zum Anschwemmen der jungen Wurzeln. Dann brauchen wir viel Sonnenschein und Regen zur rechten Zeit, damit wir in 3-5 Jahren hier den ersten Rosé oder Spätburgunder-Sekt ernten können. 

15. Mai 2016

Der Frühling beginnt

Passend zu den Sonnenstrahlen und dem ersten Grün an den Bäumen sind wir mit dem Rebschnitt fertig und biegen jetzt die Fruchtruten "in Form". In ca. einem Monat werden die Knospen aufbrechen und die Triebe anfangen zu wachsen. 

März 2016

Update im Keller

Nachdem die Lese abgeschlossen ist, die Weine vergoren sind und Ruhe in den Keller eingekehrt ist, können wir uns den schönen Sachen der Winzerarbeit widmen und die Weine beim Reifen beobachten. 

In den letzten 20 Jahren haben wir unsere Holzfässer nur noch zum Lagern von Spätburgundern genutzt. Diese Weine profitieren im Besonderen von der Mikrooxidation und den leichten Holznoten, die sie durch das bis zu 50 Jahre alte Fass mitbekommen. In diesem Jahr gibt es aber eine kleine Revolution in unserem Keller: zum ersten Mal seit 1988 nutzen wir wieder ein Holzfass für den Weißweinausbau. In dem neuen 500-Liter-Fass aus Ybbstaler Eiche (ein österreischiches Fass der Fassbauerei Stockinger) reift unser Weißburgunder und bekommt den letzten Schliff bis zur Füllung im April. 

Bei den Trockenbeerenauslesen haben wir uns nicht so viel Zeit gelassen. Diese besonderen Qualitäten, von denen nur ganz wenige Liter vorhanden sind, haben wir nach dem Ende der Gärung Anfang Februar abgefüllt. Bis zum Verkaufsstart Anfang Mai lagern nun die Weine in Gitterboxen in unserem Keller. Aber diese Weine muss man nicht sofort trinken - wir sind davon überzeugt, dass wir in den nächten Jahrezehnten noch viel Freude an dieses aussergewöhnlichen Weinen haben werden. 

Februar 2016

Unsere Trockenbeerenauslese 2015

Dank perfekter Witterungsverhältnisse im Sommer und besonders wärend der Lese hatten wir die Chance erhalten, stark konzentrierte Beeren zu selektionieren. Die überreifen Trauben waren durch die Wärme der Sonne und die niedrige Luftfeuchtigkeit eingetrocknet und zu Rosinen eingeschrumpft.

Diese Rosinen mssten aufwendig selektioniert werden. Beeren mit einem Essig-Stich oder Fraßstellen musten wir komplett verwerfen, die übrigen wurden nach ihrem Gesundheitsgrad und Feuchtigkeitsgrad selektioniert. Je gesünder und grüner die Beere, desto eher handelt es sich um eine Spätlesenqualität statt einer Auslesequalität. An dem Sortiertbrett standen nur besonders geschulte Mitarbeiter und unsere Azubis, die in solchen Jahren fast nur Beeren sortieren. 

Der vielen Hände Arbeit steht jetzt in kleinen Stahlfässern in unserem Büro. Denn dort hat es der Wein zum Vergären angenehm warm, wogegen im unterirdischen Keller besonders die kleinen Behälter sehr schnell auskühlen. Und - im Büro haben wir immer ein Auge auf unsere besonderen Schätze. 

Im Oktober 2015

Die Traubenlese 2015

Der Goldene Oktober macht seinem Namen alle Ehre! In (meistens) perfektem Sonnenschein ernteten wir unsere Riesling- und Spätburgundertrauben. Letzten Jahr standen wegen der Fäulnis noch sehr aufwendige Sortierungen auf dem Plan. Dieses Jahr konnten wir uns dank des trockenen Wetters entspannt der Selektion edelfauler Beeren für Auslesen, Beeren- und Trockenbeerenauslesen widmen. 

Das Halbieren von Trauben im Sommer (Abschneiden der unteren Traubenhälfte) hat einmal mehr gezeigt, dass dies mit die beste Methode ist, um gesunde und hocharomatische Trauben zu ernten. Dieser Mehraufwand - im Sommer investieren wir quasi die Arbeitsstunden einer Lese in das Halbieren - wird uns gedankt mit perfekten, goldgelben Trauben mit ausserordentlichem Geschmack.  

Die Trauben hatten im September noch einmal an Wachstum zugelegt. Dort, wo wir keine Trauben halbiert haben, entstand etwas Botrytis. Dieser Pilz lässt die Beeren eintrocknen, sodass wir sehr konzentrierte, edelsüße Qualitäten ab Auslese aufwärts ernten konnten. Das bedeutete zwar einen großen Sortieraufwand (teilweise haben 8 Leser Trauben geerntet und 10 Mitarbeiter Beeren sortiert), aber das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Jeweils eine Trockenbeerenauslese aus unserem Bacharacher Hahn und unseren Rheingauer Weinbergen haben wir mit knapp 200° Oe geerntet. Es bleibt nur zu hoffen, dass diese Weine nicht so lange wie 2011 gären. Damals dauerte die Prozedur 16 Monate.

Im Oktober 2015

Steillagen-Roboter GEISI im Bacharacher Hahn

Seit einigen Jahren entwickelt die Weinbau-Universität Geisenheim einen selbstfahrenden Geräteträger, der die Mechanisierung in den steilsten Weinbergen voranbringen wird. Im Oktober lief GEISI zum ersten Mal im Bacharacher  Hahn. Ein ZDF-Team von TerraX war dabei und wird darüber in einer Ausgabe im Frühjahr berichten.

Der technische Fortschritt macht auch vor den Steillagen-Weinbergen nicht halt. Seit Jahrzehnten gibt es seilgezogene oder kettenbetriebene Geräte, die in Steillagen arbeiten können. Heute sind wirtschaftliches, rationelles Arbeiten und der Mitarbeiterschutz wichtiger denn je. 

Das Besondere an dem GEISI der Hochschule Geisenheim ist, dass hier erstmals niemand auf dem Gerät sitzen muss, um es zu steuern. Die gesamte Bedienung erfolgt über eine Konsole, die man in der Hand halten kann, ähnlich einer Spielekonsole. In den Stachelwalzen sitzen die vier Motoren. Dadurch ist das Gewicht optimal verteilt und ein Umkippen quasi ausgeschlossen. Die geknickte Achse sorgt für die nötige Beweglichkeit. 

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des Fachbereichs Technik der Hochschule Geisenheim.

5. Oktober 2015

Der Sommer im Weinberg - oder wie wir es regnen lassen

Mal wieder zeigt sich der Sommer von seiner besten Seite und beschert uns trockenes und heißes Sommerwetter.Die Reben freuen sich zwar auch über die Wärme, allerdings stellen sie bei zu hohen Temperaturen und bei Wassermangel das Wachstum ein und ihr ganzer Stoffwechsel sorgt nur noch dafür, dass die Rebe überlebt und nicht dafür, dass beste Trauben produziert werden.

Seit mehr als 10 Jahren installieren wir deshalb in jedem neuen Weinberg eine Tröpfchenberegnung. So können wir jeder einzelnen Rebe genau die Wassermenge geben, die sie zum Überleben und Erzeugen von Qualität benötigt. Dazu ist in jeder Rebzeile eine Versorgungsleitung eingezogen und an jedem Rebstock wird ein Wassertropfer installiert. Durch diese Tropfer können wir (abhängig der Tropfergröße) 2-5 l Wasser pro Stunde und Rebe abgeben. Somit können wir den größten Wasserstress mildern und den Trauben eine Mangelsituation ersparen. Da wir nicht die ganze Rebzeile bewässern, sondern nur den Punkt um den Rebstock, verdunstet nur sehr wenig Wasser. Die Reben danken es uns mit vollaromatischen Beeren ohne Bittertöne. 

Kein Erfolg ohne Kontrolle! Vor und nach jeder Wassergabe überprüfen wir morgens vor Sonnenaufgang das sogenannte Blattwasserpotential. Das Blattwasserpotential gibt es Aufschluss darüber, wieviel Kraft die Rebe aufbringen muss, um Wasser aus dem Boden zu "ziehen". Je größer der Kraftaufwand, desto höher der Wasserstress. 

im Juli 2015

 
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Weingut Toni Jost Hahnenhof